Jörg Tenninger Thu, 20 Aug 2026 16:22:24

Das SKL-Seniorenteam gehört zu den Spitzenmannschaften dieser Klasse in ganz Niedersachsen. Schafften wir es doch sogar bis ins Halbfinale des NSV-Seniorenmannschaftspokals. – Ach, es nahmen an dem Wettbewerb nur vier Mannschaften teil? Aber im Spiel um den dritten Platz muss man auch erst einmal siegen. Am letzten Samstag reisten Helmut, Jörg, Jens und Sabine nach Hameln um dort gegen die NSV-Funktionärsauswahl zu spielen. Okay, hätte ich bei den Funktionären gespielt, hätte unsere Vereinsmannschaft vermutlich bessere Chancen gehabt, aber taktisch war unser 1 zu 3 Verlust gar nicht so schlecht. Immerhin hielten Helmut an Brett 1 und Jens an Brett 3 ihre Partien remis. Da der Parallelkampf von Hameln 1 gegen Hameln 2 erwartungsgemäß 3,5 zu 0,5 endete war klar dass wir am Sonntag gegen die Rattenfänger-Reserve antreten mussten. Mit gleicher Aufstellung wie am Vortag setzten wir uns an die Bretter. Mein Gegner, der SF Kajl verkeilte seine Bauern in meiner Phalanx, sodass wir uns bald auf remis einigten. Nach dem Sieg von Jens am Brett drei wurde Sabine leider von ihrem Gegner überrumpelt. Und nun wird es spannend. Da die Berliner Wertung bei einem Mannschaftsremis auf unserer Seite wäre, bekam Helmut die Stallorder, nichts zu riskieren und remis anzubieten. Natürlich lehnte der Gegner ab. Ein paar Züge später stellte Helmut einen Bauern ein. Das Lächeln gefror in den Lehrter Gesichtern. Bis wir nach und nach erkannten, dass er dafür etwas Gegenspiel bekommen hatte und der Gegner zunehmend unter Druck stand. Dann der nächste Schock, ein weiterer Bauer fällt, aber Helmut lässt sich nicht entmutigen und sattelt seinen Springer, der unterstützt durch den Turm die gegnerische Stellung durcheinanderwirbelt. Ein Bauer wird zurückerobert und schafft dadurch eine Lücke für einen Freibauer, der nach vorne prescht und so ganz nebenbei eine Mattdrohung unterstützt. Dem Gegner läuft nicht nur die Zeit davon, sondern auch die Optionen. Nach dem 95sten Zug dann die Erlösung für die Zuschauer. Der Gegner gibt auf. – Helmut ist unser Held!