SK Lehrte  


An 25 Brettern gegen Karlsruhe


  Tobias Brockmeyer   Thu, 18 Mar 2021 11:34:17

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Der zweite Online-Vergleichskampf des SKL ist Geschichte. Die zweite Runde, in der wir gegen Karlsruhe antraten, war wieder ein voller Erfolg. In vielen Hinsichten haben wir uns verbessert. Da wäre zunächst einmal die Mannschaftsstärke, die wir von 20 auf 25 Spieler anheben konnten. Zudem war ein deutlich größerer Anteil der Teilnehmer im Discord-Kanal vertreten.

Doch auch auf technischer Seite durften wir uns verbessern: Lichess-Herausforderungen, Ergebnismeldungen und diverse andere Aufgaben automatisierte eine herausragende Software, die die beiden Schachfreunde Constantin Blodig und Tobias Schindler vom Schachklub Kelheim programmiert haben. Ganz zu schweigen davon, dass das Event auf Twitch gestreamt wurde. An dieser Stelle ein ganz dickes Dankeschön an Julius und Kristin, die die Veranstaltung von Karlsruher Seite aus möglich gemacht haben.

Um 19 Uhr meldeten sich noch schnell die letzten Spieler im System an und los ging es: An den vorderen Brettern mit der etwas schwächeren Besetzung, aber dafür mit einer Lehrter Favoritenrolle im Mittelfeld schien es ein spannender und ausgeglichener Kampf zu werden. Und dann... Runde 1, 8½:16½. Diverse Lehrter Funktionäre bekommen die Krise, die Hälfe der Spieler verlässt völlig aufgelöst den Discord-Server und... nein, so war es dann wohl doch nicht. Aber das Ergebnis stimmt und es musste sich in den nächsten Runden etwas verbessern.

Tatsächlich wurde es besser und wir verloren die zweite Runde "nur" mit 11½:13½. Es wurde schon über die Erhöhung des Trainingsetats beraten, bis es in der nächsten Runde dann wirklich knapp mit 12:13 nicht klappte. Unsere süddeutschen Kontrahenten ließen nichts anbrennen und zeigten ordentliches Schach. Auch wenn sich nicht ganz leugnen lässt, dass manchmal einfach nur sehr schlechte Züge auf Lehrter Seite ausgenutzt werden mussten (wenn ich da zum Beispiel an meine Partien denke, kam das häufiger vor).

Am Ende klingt das aber viel negativer als es war, denn trotz Niederlage mit 42½:57½ blicken wir auf einen aufregenden, unterhaltsamen und nach wie vor ungewohnten Mannschaftskampf zurück, der - mal vom Ergebnis abgesehen - ein voller Erfolg war. Aus meiner Sicht mindestens so unterhaltsam wie der Mannschaftskampf war die anschließende Blitzarena, in der deutlich mehr erzählt wurde als zuvor. Neben einigen Kommentaren von Spielern, die ihre taktischen Fähigkeiten bemitleideten, wurde sich viel über das aktuelle Geschehen im jeweils anderen Verein ausgetauscht. Auch alte Bekanntschaften wurden aufgedeckt.

Im Anschluss waren sich alle einig, dass auch dieser Vergleichskampf Wiederholungsbedarf hat. Wir freuen uns also darauf, auch weiterhin an der Organisation von Vergleichskämpfen arbeiten zu dürfen und fühlen uns durch die Resonanz sehr bestätigt.