Jörg Tenninger Sun, 21 Dec 2025 18:03:10

während viele Leute sich am Wochenende vor Weihnachten vermutlich in den Geschenkeeinkaufsstress begeben haben, setzten sich acht niedersächsische Schachspieler entspannt, oder auch ein bischen angespannt, im Lehrter Vereinsheim an die Bretter um das Landesfinale des Dähnepokals auszuspielen. Alle? Na ja, wer sich auf die DB verlässt, kann schon mal vor Rundenbeginn in Stress kommen. Beim Pfiff zur Abfahrt, äh, dem Anfiff der Partie fehlte der achte Mann. So ganz war der Zug für ihn dann aber doch nicht abgefahren, da er innerhalb der Karenzzeit den Spielsaal erreichte. Von den vier Partien im Viertelfinale endete die Hälfte mit Remis, sodass hier eine Entscheidung erst im Schnellschachmodus mit vertauschten Farben feststand. In einem der Schnellschachwaggons saß auch unser SKL-Nachwuchstalent und Lokalmatador Leon Zweigait, der sich auf Bezirksebene sein Ticket in der Neustädter Vorrunde erspielt hatte. Der erfahrene Pokalstratege Ralf Schöngart aus Buxtehude wurde in der Langpartie von Leons ruhiger und überlegter Gleisanlage langsam in eine Remisvariante bugsiert. Im Schnellschach, nun mit den weißen Steinen gab er ordentlich Gas um den Zielbahnhof, das Halbfinale ohne weitere Verspätung zu erreichen.
Im Halbfinale wedelte Giorgi Giorgadze mit seiner Platzkarte als DWZ-Stärkster. Nach 25 Zügen, der kürzesten Partie des Turniers, stoppte der Lokführer der schwarzen Figuren die aussichtslose Weiterfahrt. Die Spieler der zweiten Halbfinalbegegnung Wolfgang Löber, Braunschweig - Leon Zweigait) wähnten sich dagegen anscheinend im TransEuropaExpress. Erst nach 104 Zügen setzte Leon für seine nur noch alleinkämpfende Dame gegen Dame mit zwei Bauern das Signal für sich selber auf rot. Damit stand mit Wolfgang Löber der zweite Finalist fest.
Den Tender mit frischen Kohlen gefüllt, trafen sich somit die beiden, durch ihre Siege am Vortag schon als Teilnehmer an der Dähnepokalendrunde 2026 auf deutscher Ebene qualifizierten Spieler wieder neben den Gleisen der Schnellbahnstrecke Hannover-Berlin ein. Peu-à-peu stellte Giorgi die Weichen für einen starken Angriff auf die schwarze Königsstellung. Die Pferde wurden vor die Schlachtwagen gespannt, um mit Dame und Turm besetzt souverän den Titel des Dähnepokalsiegers auf Landesebene sicherzustellen. - Herzlichen Glückwunsch! - Den Hinweis, dass er sich damit auch die Startberechtigung im Meisterturnier der LEM2026, die in weniger als zwei Wochen in Verden startet, erkämpft hat, nahm er lächelnd zur Kenntnis. Recht hat er! Als Kaderspieler des NSV ist er sowieso dafür berechtigt. Wir werden den Weg dieses jungen Spitzenathleten hoffentlich noch lange in Niedersachsen weiter verfolgen können. Und vielleicht heißt in ein paar Jahren dann auch mal das Endspiel Leon gegen Giorgi.
| U10 Kinderschachteam | Freitags, 17–18 Uhr |
| Jugend-Spielbetrieb (10 bis 18 Jahre) | Freitags, 17–19 Uhr |
| Erwachsenen-Spielbetrieb | Freitags, ab 20 Uhr |
| Mädchen Training | Mittwochs, 16:30 Uhr– 17:30 Uhr |
| Schachtreff | Dienstags, 19–22 Uhr |
| Schachschule | Ausgewählte Samstage, ab 9:30 Uhr |
Jeweils im Haus der Vereine, Marktstraße 23