SK Lehrte  


NSV-Pokal-Viertelfinale erreicht


  Tobias Brockmeyer   Sun, 13 Jan 2019 17:44:34

Artikelbild

An diesem Wochenende wurde wieder einmal viel Schach gespielt. Unsere Frauenmannschaften, von denen in einem eigenen Artikel berichtet wird, haben gespielt und außerdem fand das Achtelfinale des NSV-Pokals statt. In der ersten Runde hatten sich Nico Stelmaszyk, Thore Meiwes, Philip Reimer und Gia Bao Thieu gegen Isernhagen mit 2½:1½ durchgesetzt und für das Achtelfinale haben wir das schöne Los Verden bekommen.

Personell haben wir eigentlich komplett durchgemischt: Diesmal traten Thore Meiwes, Gia Bao Thieu, Tobias Brockmeyer und Jonathan Roßberg an. Die Verdener, die in der ersten Runde mit einer eher schwachen Mannschaft gespielt haben, haben ebenfalls viel geändert und deutlich aufgestockt und waren uns an allen Brettern ebenbürtig. Nachdem wir pünktlich vor zehn Uhr in Verden angekommen waren, hatten wir das Gefühl, mit der Adresse auf den Arm genommen worden zu sein, da weit und breit keine Lebenszeichen erkennbar waren. Nach etwas Suchen fanden wir den Spielort dann aber doch in einem kleinen Fachwerkhaus, an dem irgendwo in einem Fenster ganz klein 'Schachklub Verden' stand.

Für den Verdener an Brett 4, Horst Nordhorn, endete die Partie so schnell wie sie angefangen hatte, denn Jonathan nahm ihm in der Eröffnung eine Figur ab und die Partie war nach weniger als 10 Zügen schon völlig entschieden. Dieser Punkt war moralisch sehr wichtig und die Gegner waren sichtlich verwundert. Unsere zweite Weißpartie, bei der Thore an Brett 1 gegen einen nominell stärkeren Gegner spielte, endete ebenfalls Remis. Thore war in eine Französischstruktur geraten, in der sein Gegner nach fünfzigminütigem Nachdenken eine lange Variante bis zum Remis blitzte. Nun liefen noch die Partien von Gia Bao und mir, in denen wir jeweils leichten Vorteil hatten. Die Eröffnung bei Gia Bao sah auf den ersten Blick sehr unangenehm aus, war allerdings durchgängig gut für ihn. Im weiteren Spielverlauf opferte er eine Qualität für einen Bauern und eine überwältigende Initiative. Nachdem er das geopferte Material schon mit Zinsen zurückbekommen hatte, musste er noch einem Dauerschach-Versuch entkommen und verwertete dann sicher zum entscheidenden Punkt Nummer 2½. Schließlich blieb noch meine Partie übrig. Ich unternahm Gewinnversuche, weil mein Gegner nur passive Leichtfiguren hatte, übersah dabei eine Abwicklung in ein Endspiel mit Turm und Bauer gegen zwei Figuren, die allerdings immer noch gut für mich war und konnte am Ende, nachdem ich etwas übertrieben hatte, glücklich über ein Remis sein.

Alles in allem ein sehr ungefährdeter 3:1-Sieg gegen Verden. Beim nächsten mal, am 10. Februar, spielen wir im Viertelfinale. Gegen welchen Gegner, muss das Los noch entscheiden. Und warum war Verden jetzt so ein angenehmes Los? Naja, im Grunde genommen ist Verden in diesem Januar unsere zweite Heimat, nachdem wir schon die LEM dort gespielt hatten. Deshalb entschlossen wir, noch die wichtigste Attraktion Verdens zu besuchen und feierten unseren Sieg nach dem Kampf in der bei allen LEM-Teilnehmern bekannten Baguetterie, bevor es nach Lehrte zurückging.

Foto: Thore Meiwes, Tobias Brockmeyer, Jonathan Roßberg, Gia Bao Thieu