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FBL: Sensation gegen Bad Königshofen knapp verpasst


  Tobias Brockmeyer   Fri, 23 Feb 2018 13:01:41

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Vor mittlerweile fast einer Woche führte unsere Frauenbundesligamannschaft der Weg zum Doppelspieltag in Hofheim. Am Samstag ging es dann auch direkt gegen den Gastgeber und am Sonntag wartete Bad Königshofen – eine nominell deutlich stärkere Mannschaft, die momentan auf dem dritten Platz steht.

Hofheim trat ohne Sonja Marie Bluhm und Inna Agrest (Nummer 1 und 2 der Mannschaftsliste) an. Das bescherte uns an allen Brettern eine Favoritenrolle, die auch sicher genutzt werden konnte. Zuerst gewann Claudia – und Nicole verlor. Laut Mannschaftsführer befand sich Fiona klar auf Remiskurs. Doch nachdem Monika remisierte und Marine gewann, stellte sich heraus, dass seine Prognose falsch war und auch Fiona gewann. Es stand also schon 3½-1½. Schließlich vollendete Lara den Kampf zum 4½:1½, nachdem sie bereits früh besser stand. Simpler Mathematik zur Folge war das wieder ein Sieg, der doppelt zählt, weil Hofheim ebenso wie wir zu den potenziellen Abstiegskandidaten zählte. Wichtig ist hier die Wortwahl ‚zählte‘, denn wir zählen nach diesem Kampf nicht mehr dazu, denn es ist auch theoretisch nicht mehr möglich, dass wir absteigen.

Gegen Bad Königshofen gab es dann die Möglichkeit, ein paar Ehrenpunkte mitzunehmen. Auf mehr als das war von vornherein nicht wirklich zu hoffen. Doch wie auch schon aus der Jugendlandesliga bekannt, ist Schach auch manchmal für Überraschungen gut. Das hätte hier auch fast passieren können. Denn Fiona machte ihr Wochenende mit dem zweiten Sieg perfekt und legte den Grundstein für einen unerwartet engen Mannschaftskampf. Als nächstes glichen die Gegner aus, weil Lara leider verlor. Nach dem folgenden Remis von Nicole gegen ihre 300 ELO-Punkte stärkere Gegnerin wurden bereits gute Chancen auf ein 3:3 diagnostiziert. Und das war auch völlig begründet, da Marine in einem Endspiel mit Mehrbauern auf Gewinn spielte und Monika eine ausgeglichene Stellung spielte. Einzig Claudias Stellung gefiel den anwesenden Experten nicht – und ging dann auch recht schnell verloren. Dann stellte Marine den Mehrbauern ein und musste plötzlich selbst ums Überleben kämpfen. Natürlich spielte die Zeitnot wieder eine Rolle, und zwar leider so sehr, dass sowohl Marine als auch Monika verloren und somit doch ‚nur‘ 1½ Brettpunkte mitgenommen werden können. Gegen den Tabellendritten aber immer noch ein gutes Ergebnis!

Zum Abschluss spielen wir am 24. und 25. März noch gegen Leipzig und gegen die Rodewischer SM.