SK Lehrte  


Jahresrückblick 2017


  Tobias Brockmeyer   Mon, 15 Jan 2018 22:59:08

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Das letzte Jahr war schachlich gesehen sehr ereignisreich und für uns zudem auch noch erfolgreich. Eigentlich waren es so viele Erfolge, dass man sie gar nicht alle in einem Artikel zusammenfassen kann. Daher hier eine Auswahl der wichtigsten und/oder schönsten Schach-Ereignisse des vergangenen Jahres.

Wie eigentlich jedes Jahr war, nachdem Anfang Januar hoffentlich alle gut ins neue Jahr gekommen waren, das erste große Schach-Ereignis des Jahres 2017 die Landesmeisterschaft. Erst kürzlich ist zur aktuellen Landesmeisterschaft ein Artikel erschienen – zur letzten Landesmeisterschaft sind sogar zwei erschienen: Lara Schulze ist Landesmeisterin geworden und hatte sich damit für die DFEM qualifiziert, während Marine Zschischang Schnellschach-Landesmeisterin wurde und sich damit für die Schnellschach-DFEM qualifiziert hat. Dazu später mehr…

Der nächste Abschnitt des Jahres war die Landesjugendeinzelmeisterschaft auf Norderney. Dort gab es zwar keine wirklich herausragenden Leistungen, aber dennoch einige gute Einzelleistungen - im Open zwei Ratingpreise und in den Jugendturnieren spielten Konrad und Thore gut. In diesem Jahr findet die LJEM wieder in Rotenburg statt.

Jetzt wieder zurück zu den Deutschen Fraueneinzelmeisterschaften: Dort erreichte Lara nach neun Runden gegen starke Gegnerinnen einen respektablen fünften Platz. Marine, beim Schnellschach nicht wie Lara im tiefsten Bayern, sondern in Erfurt spielend, kam auf einen Mittelfeldplatz.

Von den Damen zurück zur Jugend: Die LMM 2017 fand in Goslar statt. Die Jugendherberge – von unserer Mannschaft für zu klein befunden – wurde am Ende der Ort, wo unsere U12 sich mit Bronze für die Norddeutsche Meisterschaft qualifizierte. Die U16 wurde Vierter.

Über Pfingsten brachten die Deutschen Jugendmeisterschaften ein Doppel für Lehrte ein: Jannik Kieselbach übernahm den Titel seines Bruders im Kika-Turnier und Lara gewann als Favoritin sehr deutlich die U16w. Auch bei der DJEM spielten noch ein paar weitere Lehrter mit, allerdings im Open.

Nun ging es in die Sommerpause… Selbstverständlich haben wir da trotzdem nicht auf Schach verzichtet und waren während der Sommerferien zu acht (zzgl. Betreuer) in Hamburg beim Jugend-Sommeropen. Auch in diesem Jahr werden wir dort wieder hinfahren. Außerdem besuchten wir – mit einigen etwas erfahreneren Spielern – unsere Partnerstadt Vanves, um dort einen Vergleichskampf zu bestreiten, den wir knapp gewannen. Und, da wir schon mal in Frankreich waren, durfte auch eine Sightseeing-Tour nicht fehlen. Zum Beispiel mit Blick auf den Eiffelturm.

Dann folgte der September. Normalerweise hätte man in diesem Monat schon mit den Bezirksmeisterschaften rechnen können, aber – Luther sei Dank – die konnten am Reformationstag stattfinden. Daher erstmal die Norddeutsche Vereinsmeisterschaft. Dort trat unsere U16 in Greifswald an und legte nach einem durchwachsenen Turnier einen Endspurt hin, nach dem sie sogar noch Fünfter wurde. Die U12 – insbesondere Marvin – spielte eigentlich stärker, wurde am Ende aber nur mit dem achten Platz belohnt.

Jetzt aber zur Bezirksmeisterschaft: Hier konnten gewohnheitsgemäß in fast jeder Altersklasse starke Ergebnisse erzielt werden. So wurde Quentin Ahlers U8-Meister, Jannik Kieselbach U10-Meister, Philip U14-Bezirksmeister und Marvin Kieselbach, Thore Meiwes und ich erreichten jeweils eine Platzierung auf dem Treppchen. Bei den Erwachsenen war die Leistung von Christian Hartogh und von Nico Stelmaszyk sehr gut – beide landeten auf oberen Plätzen und übertrafen ihre Gewinnerwartung.

Einen besonderen Erfolg hat in diesem Jahr auch Günther Schrüfer erreicht, als er für das Land Niedersachsen bei der Deutschen Seniorenmannschaftsmeisterschaft der Landesverbände in der Auswahlmannschaft antreten durfte – und zwar am ersten Brett. Mit 4 aus 6 Punkten wurde Niedersachsen schließlich achter.

Noch relativ jung ist der Erfolg unserer U10 bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft, bei der wir mit Platz 11 bei 80 Teilnehmern die besten Niedersachsen waren und sogar den Viertgesetzten schlagen konnten.

Abschließend etwas Aktuelleres: Der Zwischenstand, mit dem unsere Mannschaften das Jahr 2017 verlassen haben. Unsere erste Mannschaft muss noch ordentlich kämpfen, um den Klassenerhalt zu erreichen, nachdem es erst im Dezember mal mit dem Gewinnen geklappt hat. Dafür haben unsere zweite, dritte und vierte Mannschaft sich gute Ausgangssituationen erspielt, mit denen unsere dritte und vierte Mannschaft sogar noch einen Aufstieg schaffen könnten. Wenn sie sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Unsere Jugendmannschaften – beide wollen den Abstieg vermeiden – haben alle Chancen, ihr Ziel zu erreichen. Dort bleibt es spannend. Und unsere Frauenbundesliga-Situation ist auch alles andere als schlecht. Für den Klassenerhalt stehen uns aber auch dort noch wichtige Schritte bevor. Alles in allem können wir zuversichtlich in die zweite Saisonhälfte starten.