SK Lehrte  


Erwachsenenmannschaften: Heimvorteil genutzt


  Tobias Brockmeyer   Mon, 13 Nov 2017 21:56:43

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Gestern fand für unsere Erwachsenenmannschaften der zweite Spieltag der Saison 2017/18 statt. Typisch für den November regnete es natürlich. Aber nicht nur draußen, sondern auch drinnen in unserem Vereinsheim, nämlich Punkte. Vor allem bei unserer zweiten Mannschaft, die mit 6:2 gegen Uetze-Hänigsen gewann.

Den Anfang macht trotzdem unsere erste Mannschaft, die in Hildesheim ein 3:5 einstecken musste - trotz des Sieges von Gunnar Zschischang. Leider hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Christian Hartogh sein Spiel verloren, sodass der Zwischenstand zusammen mit den Remis von Jana Böhm und Heinrich Bedürftig nur ein 2:2 war. Von hier an gab es nun widersprüchliche Informationen, doch Fakt ist leider, dass von den restlichen Partien nach einem Remis von Günther Schrüfer nicht mehr viele Punkte kamen: Nachdem Arndt Kohlmann seine Partie veloren hatte, kämpften noch Michael Frodl und Stefan Schmezko - Letzterer mit einem Bauern weniger im Endspiel. Den Erwartungen entsprechend konnte Stefan das Endspiel nicht halten, während Michael immerhin noch einen halben Zähler beisteuerte. Am Ende trotzdem nur ein trauriges 3:5...

Nun komme ich zum anfangs versprochenen Punkteregen. Dafür wechseln wir einmal von Hildesheim nach Lehrte, wo unsere zweite, dritte und vierte Mannschaft spielten. Die Toppartie an diesem Wochenende wurde sehr deutlich mit 6:2 entschieden. Alles fing mit einem Bauerngewinn von Florian Klein in der Drachenvariante an. Die Versuche seines Gegners, den Bauern zurückzugewinnen, führten nur zu einem total verlorenen Endspiel, das durch Florians Randbauern entschieden wurde. Zum 2:0 legte relativ schnell Gia Luat Thieu nach. Nachdem er zunächst ein Remis abgelehnt hatte, musste Marc Tenninger schließlich doch in die Punkteteilung einwilligen - aus der Sicht einiger Beobachter hätte er zum Gewinnen wohl eine noch aggressivere Eröffnung wählen müssen. Beim Zwischenstand von 2½-½ folgten jetzt drei Siege, nämlich von Nicole Manusina, die das Uetzer Spitzenbrett Matthias Dämmig besiegen konnte, von Nico Stelmaszyk und von Tobias Heise. Zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als ob man ein 7½:½ erreichen könnte, doch der Gegner von Cord Behn fand in einer Stellung mit einem Minusbauern einen Remisweg und auch die überlegene Stellung von Mannschaftsführer Wolfgang Flöter konnte am Ende nicht in einen Punkt umgemünzt werden, nachdem plötzlich ein Turm in seiner Stellung fehlte und die Stellung sogar noch verlorenging. Doch auch ein 6:2 sind reichliche Brettpunkte, die beim Kampf um den Klassenerhalt nochmal entscheiden sein können. Nicht ganz unwichtig war natürlich auch, dass Uetze ohne Spitzenmann Andreas Stabolewski getreten ist - sonst wäre es vielleicht doch etwas knapper geworden.

In der Bezirksliga konnte der Fast-Absteiger Stolzanau, der im letzten Jahr Schlusslicht der Tabelle war und sich nur durch den Rückzug einer Mannschaft retten konnte, mit 4½:3½ geschlagen werden. Hier war die Lage bis zur letzten Sekunde überhaupt nicht klar. Den Anfang machte Thuy Linh Hoang-Tietjen, die mal wieder eine überzeugende Angriffspartie gegen die mutmaßlich Französische Verteidigung ihres Gegners spielte und damit immer noch keinen Punkt in Lehrter Erwachsenenmannschaften abgegeben hat. Jonas Walther remisierte nach einer günstig verlaufenen Eröffnung, nachdem sein Gegner seinen Platzmangel beseitigen und seine Figuren entknoten konnte. Der Ausgleich folgte in meiner Partie, als ich ein Figurenopfer völlig unterschätzte und eine Dame opfern musste, um nicht mattgesetzt zu werden. Anschließend wurde der Kampf zwischenzeitlich sogar gedreht, als sich Björn Rohde in sowieso schon unangenehmer Stellung mattsetzen ließ. Dann passierte erstmal lange Zeit nichts - Jan Koepp spielte ein Turmendspiel mit einer aktiveren Stellung, Gia Bao Thieu befand sich in der Defensive und Jonathan Roßberg sowie Thomas Otto mühten sich in Turmendspielen mit Mehrbauern ab, irgendwie einen vollen Punkt mitzunehmen. Etwas später rettete sich Gia Bao ins Remis und Jan bildete sich einen Freibauern - ebenso wie sein Gegner. Nach einem Wettrennen verblieb er mit einem Turm gegen eine Dame, konnte durch seine verbundenen Freibauern allerdings ein Dauerschach erzwingen. Das wollte der Gegner nicht und verlor die Partie nach zu übermotivierten Gewinnversuchen. 3:3 Ausgleich! Bei Thomas hatten sich derweil so viele Bauern getauscht, dass ein Gewinn unmöglich war. Alle Hoffnungen hafteten nun an Jonathan, da man nicht das 4:4 aus dem Vorjahr wiederholen wollte. Zunächst gelang es Jonathan, die sehr solide Stellung seines nominell stärkeren Gegners etwas zu öffnen, um weiter Raum zu gewinnen. Nachdem nun der König einmarschierte, brachte er die Stellung durch ein temporäres Bauernopfer, das die Bildung eines nicht aufzuhaltenden Freibauerns erzwang, zum Kollabieren, da sein Gegner nun einen Turm opfern musste, um diesen Bauern zu stoppen. Nach einem langen und spannenden Kampf also das Endergebnis 4½:3½!

Lehrte 4 bis 6 folgen nun im Schnelldurchlauf: Lehrte 4 gewann zu Hause (so wie alle anderen Heimmannschaften) gegen Pattensen mit 5:3. Hier gewannen Felix Nietsch, Philip Reimer und Philipp Kredig. Dann velor Justus Roßberg und Jörg Tenninger und Werner Hettich remisierten in dem Wissen, dass Thore Meiwes mit einer Mehrfigur den Sieg sichern würde. Das geschah etwas später auch. Schließlich verlor dann noch Robert Altmann, der Kampf war allerdings schon entschieden.

Lehrte 5 verlor auswärts mit 3:5 gegen Döhren/Gleidingen. Volle Punkte kamen von Johannes Schieble und Marvin Kieselbach. Jan Salzmann und Sarah Giesemann spielten Remis - alle gegen stärkere Gegner.

Die sechste Mannschaft spielte 4:4 gegen Iserngagen 3. Hier gewann Jens Arban gegen Patrick Dähn (Sieger des C-Opens der Bezirksmeisterschaft), Jannik Kieselbach und Nils Haselhorst konnten ebenfalls gewinnen. Hinzu kommen Remis von Christopher Kirch und Fenja Wengorsch (deren Gegnerin bei der Bezirksmeisterschaft ebenfalls stark gespielt hat).

Fazit: Ein - abgesehen von Kampf in Hildesheim, bei dem es zu allem Überfluss auch noch Probleme bei der Rückfahrt gab - sehr erfolgreicher Spieltag. 3 Heimsiege hatten wir meines Wissens schon lange nicht mehr. Allerdings hätte ich auch nichts dagegen, wenn das zur Gewohnheit wird!